Unsere Klimastrategie 2030

Der Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft

Bei Thalia setzen wir uns verstärkt für den Umwelt- und Klimaschutz ein. Mit unserer Klimastrategie 2030 möchten wir ein neues Kapitel aufschlagen – und umblättern fürs Klima. Wir haben uns klare Ziele gesetzt und bereits die ersten Projekte initiiert. 

„Umblättern fürs Klima“ ist das neue Motto unserer Klimastrategie 2030. Wir setzen auf innovative Technologien und nachhaltige Lösungen, um unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden.

Unsere Strategie

Unser Handeln im Bereich Klima- und Umweltschutz basiert auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientiert sich an der Science Based Targets Initiative.

Im Rahmen unserer Klimastrategie schlagen wir mit diesen Maßnahmen ein neues Kapitel auf.

Unsere Klima-Kennzahlen

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Reduktion unserer Scope 1 und Scope 2 Emissionen im GJ 2023/2024 erreicht. 

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unserer Standorte sind auf LED-Beleuchtung umgerüstet.

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unserer Standorte sind mit digitalen Smart-Metern ausgestattet.

Unsere Maßnahmen

Eine bessere Energiebilanz zu erreichen, ist ein Ziel und ein Prozess. Im Jahr 2024 haben wir unser für 2030 gesetztes Klimaziel durch die konsequente Umstellung auf Ökostrom erstmals erreicht – darauf sind wir sehr stolz. Gleichzeitig wollen wir als Unternehmen weiter wachsen. Umso wichtiger ist es, dieses Wachstum konsequent von unseren Emissionen zu entkoppeln. 
Nun gilt es, das starke Ergebnis bis zum Zieljahr 2030 und darüber hinaus zu sichern, indem wir unsere Klimastrategie und die dazugehörigen Maßnahmen kontinuierlich weiterverfolgen. 

Es gibt noch viel zu tun

Wir haben unser Klimaziel für Scope 1 und 2 erstmals erreicht  ein wichtiger Meilenstein. Gleichzeitig wissen wir: Als Handelsunternehmen entsteht ein Großteil unserer Emissionen in Scope 3 – bei den vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang unserer Lieferkettezum Beispiel bei der Herstellung, der Verpackung und dem Transport unserer Bücher und Waren. Da diese Emissionen außerhalb unseres direkten Betriebs liegen, ist unser Einfluss hier begrenzt. Deshalb nutzen wir unsere Erkenntnisse aus der Treibhausgasbilanz, um Hotspots zu identifizieren und gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern Maßnahmen zu erarbeiten. 

Unsere Ziele

Wir blättern vor in die Zukunft und haben uns diese ambitionierten Ziele gesetzt:

Interview mit Peter Wohlleben

Bücher können das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken

Als Förster und Bestsellerautor weiß Peter Wohlleben, wie wichtig der Wald für den Klimaschutz ist und warum wir Bücher brauchen, um die Herausforderungen unserer Gegenwart zu verstehen. Lesen Sie im Interview, wie nachhaltige Forstwirtschaft aussehen kann und welche Verantwortung die Buchhandelsbranche trägt.

Nachhaltigkeit lebt: Die Menschen hinter unseren Umwelt-Initiativen

„Wir betrachten den gesamten Lebenszyklus unserer E-Reader – von den Materialien bis zum Recycling.“

Simone Büter
Manager Digital Products

Ein Gespräch mit Simone Büter, Manager Digital Products und Mitglied des Thalia Sustainability Committee

Nachhaltigkeit spielt in vielen Lebensbereichen eine immer größere Rolle – auch in der Unterhaltungselektronik. Wie geht tolino dieses Thema an?

Für uns ist Nachhaltigkeit ein zentrales Anliegen. Daher betrachten wir den gesamten Lebenszyklus unserer E-Reader – von den Materialien über die Produktion und Lieferkette bis hin zum Energieverbrauch, zur Langlebigkeit und zum Recycling. Unser Ziel ist es, die Umweltbelastung kontinuierlich zu reduzieren und gleichzeitig langlebige, hochwertige Geräte anzubieten.

Welche Materialien kommen in den tolino E-Readern zum Einsatz, um Ressourcen zu schonen?

Seit 2022 setzen wir bei der Herstellung unserer E-Reader verstärkt auf Recyclingmaterialien: Die Gehäuse bestehen heute zu 85 Prozent aus recyceltem Kunststoff.

Wie sieht es mit dem Energieverbrauch der Geräte aus?

Unsere aktuellen E-Reader sind besonders energieeffizient. Dank der E-Ink-Displays wird Strom nur beim Umblättern verbraucht. Dadurch hält ein Akku oft mehrere Tage oder sogar Wochen – deutlich länger als bei Smartphones oder Tablets, die häufig schon nach ein bis zwei Tagen wieder geladen werden müssen. Weniger Ladevorgänge bedeuten weniger Energieverbrauch und damit auch einen geringeren ökologischen Fußabdruck.

Nachhaltigkeit endet nicht beim Produkt selbst. Wie stellt tolino eine verantwortungsvolle Lieferkette sicher?

Wir legen großen Wert auf transparente und verantwortungsvolle Lieferketten. Außerdem verzichten wir konsequent auf sogenannte Konfliktmineralien: Der tolino enthält kein Gold, Zinn, Tantal, Wolfram oder Kobalt aus Konfliktgebieten. Unsere Produktionsstätten führen hierzu jährlich entsprechende Prüfungen durch, und die Zulieferer verpflichten sich schriftlich zur Einhaltung dieser Standards.

Wie trägt tolino zur Verlängerung der Produktlebensdauer bei?

Unsere Geräte werden so lange wie technisch möglich mit Softwareupdates versorgt. Dadurch bleiben sie aktuell, sicher und über viele Jahre nutzbar – oft deutlich länger als Smartphones, die im Schnitt nach weniger als drei Jahren ersetzt werden. Zusätzlich sind die Reader grundsätzlich reparierbar: Anleitungen und Ersatzteile sind online verfügbar, sodass Nutzerinnen und Nutzer die Lebensdauer ihrer Geräte aktiv verlängern können.

Was passiert mit alten oder zurückgesendeten Geräten?

Wird ein Gerät innerhalb der Widerrufsfrist oder der Garantie an Thalia zurückgegeben, erfolgt zunächst eine gründliche Funktionsprüfung. Je nach Zustand wird es als A- oder B-Ware erneut in den Verkauf gebracht oder fachgerecht entsorgt. So stellen wir sicher, dass möglichst viele Geräte weiterverwendet und Ressourcen geschont werden.

Auch Verpackungen stehen oft in der Kritik. Wie nachhaltig sind die tolino-Verpackungen?

Seit 2022 verwenden wir Verpackungen aus FSC-zertifiziertem Recyclingmaterial. Der Plastikanteil liegt bei unter einem Prozent. Zudem setzen wir auf pflanzenbasierte Druckfarben.

Inwiefern ist digitales Lesen grundsätzlich umweltfreundlich?

Besonders ressourcenschonend ist digitales Lesen dann, wenn viel gelesen wird. Auf einem einzigen E-Reader können je nach Modell 2.000 bis 6.000 Bücher gespeichert werden. Zusätzlich ermöglicht es unsere Thalia Lesen & Hören-App, vorhandene Smartphones oder Tablets zum Lesen zu verwenden. So werden bereits angeschaffte Geräte sinnvoll weiterverwendet.

Persönlich gefragt: Warum ist dir Nachhaltigkeit wichtig? 

Ich liebe die Natur – ob die Wälder und Wiesen im Münsterland oder die faszinierende Unterwasserwelt beim Tauchen und Schnorcheln im Urlaub. Es gibt so viel Schützenswertes auf unserem Planeten. Diese Schönheit kann nur erhalten bleiben, wenn wir alle Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln.

„Jeder kann durch kleine Veränderungen positiven Einfluss auf die Umwelt haben.“

Sabrina Zimmermann
Energie Manager

Sabrina Zimmermann, Spezialistin für Energiemanagement bei Thalia, arbeitet daran, den Energieverbrauch des Unternehmens zu optimieren. Im Interview erläutert sie, welche Maßnahmen dabei eine Rolle spielen und wie diese zur Klimastrategie 2030 beitragen.

Seit wann arbeitest du bei Thalia und was sind deine Aufgaben?

Ich bin seit August 2023 bei Thalia tätig und verantworte das Energiemanagement. Eine meiner Hauptaufgaben ist die Einführung der ISO 50001, einer internationalen Norm für Energiemanagementsysteme. Diese Maßnahme ist für uns wichtig, weil wir unseren Energieverbrauch deutlich senken möchten.

Mit welchen Maßnahmen willst du den Energieverbrauch der Buchhandlungen senken?

Wir haben bereits damit begonnen, sogenannte „Smart Meter“, also fernauslesbare Stromzähler, in unseren Buchhandlungen zu installieren. Sie liefern uns täglich genaue Daten über den Stromverbrauch jeder einzelnen Buchhandlung. Das ermöglicht uns, Abweichungen schnell zu erkennen und bei Bedarf einzugreifen. Durch die Optimierung unseres Energieverbrauchs können wir unseren CO2-Fußabdruck reduzieren. Zudem setzen wir verstärkt auf LED-Beleuchtung, die deutlich weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel verbraucht.

Welche konkreten Projekte und Meilensteine haben du und dein Team erreicht?

Ein wichtiger Meilenstein war das Audit zur ISO-Zertifizierung. Die Zertifizierung haben wir erfolgreich abgeschlossen. Ein weiteres Projekt ist die Umrüstung von Buchhandlungen auf Smart-Building-Technologien. Diese ermöglichen eine automatische Steuerung von Beleuchtung und Klimaanlagen, was den Energieverbrauch weiter optimiert.

 

So können wir die Beleuchtung in den Buchhandlungen an die Tageszeit und den tatsächlichen Bedarf anpassen. Ein Beispiel: Vor Ladenöffnung, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Bücherregale auffüllen, reicht eine reduzierte Beleuchtung. Das System steuert das automatisch, ohne dass jemand daran denken muss. Darüber hinaus können mithilfe dieser Systeme Mängel, die zu einem ungeplanten höheren Stromverbrauch führen, schneller erkannt und behoben werden.

Warum ist dir das Thema Nachhaltigkeit wichtig?

Ich bin überzeugt, dass jeder durch kleine Veränderungen einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben kann. Bei Thalia setzen wir genau diesen Ansatz um: Wir beginnen mit Maßnahmen, die relativ einfach umzusetzen sind, aber eine große Wirkung haben. Das motiviert uns alle, weiterzumachen und ambitioniertere Ziele anzugehen.

Die ISO 50001 im Energiemanagement

Die ISO 50001 ist eine internationale Norm für Energiemanagementsysteme, die für Unternehmen wie Thalia mit einem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden verpflichtend ist. Ziel der Norm ist die systematische Verbesserung der Energieeffizienz. Kernelemente sind die Festlegung einer Energiepolitik, die Definition von Energiezielen und die Planung konkreter Maßnahmen. Durch jährliche externe Audits wird eine fortlaufende Verbesserung sichergestellt. Im Jahr 2025 wurde die Zertifizierung bei Thalia nach ISO 50001 erfolgreich abgeschlossen.

„Die Umstellung auf Ökostrom in unseren Buchhandlungen war ein entscheidender Schritt.“

Louisa Sperl
Manager Sustainability 

Louisa Sperl ist Nachhaltigkeitsmanagerin bei Thalia und gibt Einblicke in die Klimastrategie unseres Unternehmens. Im Interview erzählt sie, wie der Einsatz von intelligenten Stromzählern oder die Verwendung von Bücherwannen dazu beitragen, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Welche zentralen Herausforderungen gab es beim Aufbau der Klimastrategie, und wie wurden sie gelöst?

Eine zentrale Herausforderung, aber auch Grundvoraussetzung, um eine Klimastrategie zu entwickeln, ist, eine solide Datengrundlage zu haben. Thalia hat die erste CO2e-Bilanz für das Jahr 2021/22 erstellt. Das bedeutet aber nicht, dass alle Daten dafür verfügbar waren. Um sie zu erheben, mussten wir nachfragen: Wie kommen eigentlich alle Kolleginnen und Kollegen jeden Morgen zur Arbeit? Dafür wurde eine Pendel-Umfrage unter allen Mitarbeitenden gemacht. Und welche Auswirkungen hat das im Vergleich zum E-Commerce-Lieferverkehr? Die Klimabilanzierung ist ein kontinuierlicher Prozess und wir arbeiten sehr intensiv daran, die Daten jedes Jahr zu verbessern.

Im ersten Schritt haben wir uns mit unserem Klimaziel auf den Energieverbrauch, also unsere unmittelbar verursachten CO2e-Emissionen konzentriert. Wie bei vielen Handelsunternehmen üblich, liegt aber auch bei uns der Großteil dieser Emissionen nicht in unserem direkten Einflussbereich, sondern in der Lieferkette – in der Herstellung und dem Transport der Bücher und Produkte, die wir verkaufen. Um in diesem Bereich besser zu werden, wollen wir die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern verstärken.

Welche Maßnahmen haben bisher den größten positiven Einfluss auf die Umweltbilanz des Unternehmens gehabt?

Der Stromverbrauch durch Beleuchtung, Kassensysteme und Klimaanlagen in den Buchhandlungen verursacht einen Großteil unserer CO2e-Emissionen. Durch die Umstellung auf Ökostrom und die konsequente Integration neuer Standorte in die Ökostromversorgung konnten wir einen riesigen Schritt zur Reduktion machen. Parallel dazu ist aber auch der Stromverbrauch selbst zurückgegangen, beispielsweise durch Verbesserungen der Tür- und Beleuchtungsregulierung.

Und ich muss noch einmal auf das „langweilige“ Thema Daten zurückkommen. Wenn wir auf den Energieverbrauch unserer Buchhandlungen schauen, haben wir inzwischen einen strukturierten Überblick. Durch den Einsatz sogenannter „Smart-Meter“ kann der Stromverbrauch in Echtzeit erfasst und somit auch kontrolliert werden. Da haben die Kolleginnen und Kollegen im Energiemanagement in den letzten beiden Jahren Großes geleistet.

Wie sieht denn die weitere Entwicklung im Bereich Klima und Umwelt bei Thalia aus?

Wir werden weiterhin zertifizierten Ökostrom beziehen und so aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Auch der verstärkte Einsatz von Smart-Metern und Smart-Building-Technologien in unseren Buchhandlungen trägt dazu bei, unseren Energieverbrauch effizienter zu gestalten. In vielen Unternehmensbereichen arbeiten wir mit großem Engagement daran, unseren CO₂-Fußabdruck kontinuierlich zu verringern. Ein aktuelles Beispiel dafür ist unser neuer Omni-Channel-Hub in Marl, der nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards errichtet wird. Als Nachhaltigkeitsmanagement ist es unser Ziel, Impulse in die Organisation zu tragen, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und nachhaltiges Denken zu fördern. Auf dieser Website Seite informieren wir zum Beispiel regelmäßig über unsere Fortschritte.

Warum ist dir das Thema Nachhaltigkeit persönlich wichtig?

Mir geht es gut, wenn ich draußen in der Natur bin – und wie Studien zeigen, geht es den meisten Menschen genauso. Ökosysteme faszinieren mich. Es sind perfekt abgestimmte, ineinandergreifende Systeme, die manchmal sogar besser funktionieren als manch ausgeklügelter Logistikprozess. Deshalb müssen wir sie bewahren/ schützen. Ich bin fest davon überzeugt, dass nachhaltiges Wirtschaften zu einem erfolgreichen Handelsunternehmen gehört. Indem wir Prozesse schrittweise nachhaltiger gestalten, machen wir sie zugleich widerstandsfähiger und zukunftsfähig. Mich persönlich fasziniert der Ansatz der Kreislaufwirtschaft, möglichst viele Ressourcen wiederzuverwenden. Die Natur macht es ja genauso und deshalb gibt es dort keinen Abfall.

„Wir optimieren unsere Transportwege, um CO2-Emissionen zu senken.“

Andreas Hennig
Director Fulfillment Marl

Andreas Hennig, Director Fulfillment bei Thalia, treibt mit modernen Logistiklösungen die Nachhaltigkeit bei Thalia voran. Im Interview gibt er Einblicke in den neuen Omni-Channel-Hub in Marl, der mit ressourcenschonenden Technologien und einer imposanten Solaranlage den CO2-Abdruck reduziert. Erfahren Sie mehr über die nachhaltigen Initiativen in den Bereichen Verpackung und Transportwege und wie Thalia den Strukturwandel in der Region mitgestaltet.

An welchen Nachhaltigkeitsprojekten arbeitetest du aktuell?

Wir optimieren unsere Transportwege, um CO2-Emissionen zu senken, und setzen auf ressourcenschonende Verpackungen. Durch optimierte Methoden sparen wir Kartonage und verwenden verstärkt Papier und Recyclingmaterialien. Unser neuer Omni-Channel-Hub in Marl ist ein echtes Highlight: Hier nutzen wir modernste Technologie für platzsparende und energieeffiziente Lagerung. Unser Autostore-System und innovative Produktionsmethoden wie Print-on-Demand helfen uns, Überbestände zu vermeiden und Ressourcen zu schonen.

Wie nachhaltig sind wir in Logistik und Vertrieb aufgestellt?

Wir wollen uns stetig verbessern! Bücher sind langlebige Produkte, und wir tun alles, um sie energiesparend und umweltschonend zu unserer Kundschaft zu bringen. Wir verzichten auf Plastikfolie und nutzen wiederverwendbare Wannen aus Recyclingkunststoff für den Transport. Der neue Hub in Marl ist ein Meilenstein, da er Transportwege verkürzt und Emissionen reduziert.

Wie wurde Nachhaltigkeit beim Bau des Omni-Channel-Hubs berücksichtigt?

Auf 47.000 m² können wir bis zu 350.000 Artikel täglich bewegen und unser Buchhandlungsnetzwerk in NRW effizienter beliefern. Nachhaltigkeit war von Anfang an wichtig: Das Gebäude ist energieeffizient und ressourcenschonend. Eine riesige Solaranlage auf dem Dach deckt einen Großteil unseres Strombedarfs. Dazu kommen Dachbegrünung und Ladestationen für E-Fahrzeuge.

Welche soziale Bedeutung hat der neue Hub für die Region?

Dieses Projekt zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann. Wo früher Kohle gefördert wurde, entstehen bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze in umweltverträglicheren Branchen. Wir investieren in attraktive Arbeitsplätze mit flexiblen Arbeitszeiten und guten Weiterbildungsmöglichkeiten.

Warum ist dir das Thema Nachhaltigkeit persönlich wichtig?

Als jemand, der im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, habe ich den Wandel der Region hautnah miterlebt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die Luft in den Städten zum Schneiden dick war und man besser nicht im Rhein baden ging. Da hat sich zum Glück viel getan. Mit diesem innovativen Projekt in Marl kann unser Unternehmen einen Beitrag zur positiven Entwicklung der Region leisten. Für mich müssen sich wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Im Gegenteil: Langfristig können wir nur erfolgreich sein, wenn wir nachhaltig wirtschaften.