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Wie das Thalia Vorlesebuch 2025 Kinder, Familien und Fantasie verbindet
Es ist einer dieser Momente, die man nicht vergisst: Ein Kind lehnt sich an, lauscht, stellt Fragen, lacht – und plötzlich ist man selbst wieder mitten in einer Welt, in der alles möglich ist. Genau für diese Augenblicke erscheint seit 2020 jedes Jahr zum Bundesweiten Vorlesetag ein besonderes Herzensprojekt: das Thalia Vorlesebuch.
2025 ist es wieder so weit. „Lasst uns lesen! – Unsere schönsten Vorlesegeschichten“ vereint 14 Erzählungen beliebter Kinderbuchautorinnen und -autoren. Jede Geschichte ist ein kleines Abenteuer – für Kinder, für Eltern und für alle, die Freude daran haben, gemeinsam zu lesen. Pro verkauftem Buch kommt ein Euro der Stiftung Lesen zugute.
Auf der Frankfurter Buchmesse wurde das neue Thalia Vorlesebuch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt – begleitet von einer Podiumsdiskussion, die deutlich machte, wie entscheidend Vorlesen für die Entwicklung von Kindern ist.
Frank Kühne vom Carlsen Verlag betonte, dass Geschichten Kindern etwas schenken, das in einer von schnellen Bildern geprägten Welt wertvoller denn je ist. Ein Buch, erklärte er, lasse Kindern Zeit, eigene Gedanken und innere Bilder zu entwickeln – eine Freiheit, die digitale Medien kaum bieten.
Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programm der Stiftung Lesen, rückte die gesellschaftliche Bedeutung in den Fokus. Angesichts der sinkenden Lesekompetenz sei es eine gemeinsame Aufgabe aller Erwachsenen, Kindern den Einstieg in die Welt der Bücher zu ermöglichen. Ihr Ziel sei es, sagte sie, jedem Grundschulkind das Versprechen geben zu können, dass es die Schule als kompetente Leserin oder kompetenter Leser verlässt.
Autorin Britta Sabbag sprach über die emotionale Seite des Vorlesens. Gute Vorlesegeschichten, so ihre Überzeugung, müssen Kinder ebenso begeistern wie Erwachsene – denn erst wenn beide Freude haben, entsteht dieses besondere Miteinander, das Vorlesen zu einem festen Ritual macht.
v.l.n.r.: Frank Kühne, Moderatorin Marie-Christine Knop, Britta Sabbag, Eva Simmelbauer, Sabine Uehlein.
Die Auswahl der 14 Beiträge ist ein kleines Festival der Fantasie: von bekannten Figuren wie dem kleinen Raben Socke oder Anouk bis hin zu humorvollen, modernen Geschichten wie „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ oder Motsi Mabuses „Magie im Haar“.
Die Geschichten sind mal wild, mal nachdenklich – und zugleich so erzählt, dass Vorlesende Freude daran haben.
Ein Vorlesebuch ist Teamarbeit – und jede Seite erzählt auch eine Entstehungsgeschichte.
Die ersten Zeichnungen zeigen verspielte Figuren, farbige Welten und viel Bewegung. Der Anspruch: ein Titel, der Kinder sofort hineinzieht und Erwachsenen ein warmes Gefühl von gemeinsamer Zeit gibt.
Jede Geschichte bekam eigene Bilder – atmosphärisch, humorvoll oder poetisch. Sie dienen als kleine Pausen im Vorlesefluss, als Gesprächsanstoß oder einfach als Rückzugsort zum Staunen.
Deutschland liest zusammen
Rund um den Bundesweiten Vorlesetag am 21. November feiert Thalia in ganz Deutschland das Lesen: Ob in Hamburg, Köln, Darmstadt oder Leipzig – überall wird vorgelesen, gezeichnet, entdeckt und gelacht.
Alle Veranstaltungen sind gesammelt unter www.thalia.de/vorlesewoche